Diese Zimmerpflanzen tun dir richtig gut

Diese Zimmerpflanzen tun dir richtig gut

Zimmerpflanzen sorgen für Raumkilma und Wohlbefinden

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt – Mahatma Gandhi
Der indische Forscher Kamal Meattle wurde allergisch gegen die Luft in seiner Heimatstadt New Dheli, Indien. Seine Ärzte erklärten ihm, dass sein Lungenvolumen auf 70 Prozent geschrumpft sei und er daran sterben würde. Bereits vor einigen Jahren hat die US-Raumfahrtbehörde NASA eine Studie über Pflanzen, welche die Raumluft verbessern, veröffentlicht. Denn Zimmerpflanzen werten eine Wohnung nicht nur optisch auf und machen sie gemütlicher, sie verbessern das Raumklima und somit auch unser Wohlbefinden. Die Studie belegt, dass Zimmerpflanzen dabei helfen können, die Raumluft von giftigen und reizenden Chemikalien zu befreien. Die NASA führte diese Studie durch, um die besten Pflanzen für die Reinigung der Luft in geschlossenen Räumen herauszufinden. Schließlich will man im Space Shuttle für möglichst gesunde Luft sorgen, damit die Astronauten ein angenehmes Raumklima um sich haben.
NASA Studie - Bild 1: Gummibaum
Birkenfeige - © iStockPhoto.com/elenaleonova
Der moderne Mensch verbringt ungefähr 90 % seiner Zeit in geschlossenen Räumen. Leider ist die Luftqualität nicht immer optimal und kann verschmutzter sein als im Freien. Eine mit Chemikalien belastete Raumluft kann verständlicherweise vielfältige gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Die durch Schadstoffen belastete Innenraumluft kann der Auslöser für Allergien und Krankheiten sein. Mit Hilfe der Indian Institutes of Technology, des Energie-Instituts TERI und Forschungsergebnissen der NASA fand Kamal Meattle heraus, dass man mit drei Arten einfacher Grünpflanzen in Gebäuden all die Frischluft erzeugen kann, die der Mensch benötigt, um gesund zu bleiben. Ebenfalls fand Meattle heraus, dass man die benötigte Frischluftzufuhr von Gebäuden reduzieren und gleichzeitig die Qualitätsstandards für Raumluft in der Industrie einhalten kann.
NASA Studie - Bild 2: Grünlilie
Grünlillie - © iStockPhoto.com/krailurk
In den eigenen vier Wänden kann man natürlich darauf achten, ausschließlich verträgliche und baubiologisch einwandfreie Materialien zu verwenden und bedenkliche Materialien, die schädliche Stoffe hervorbringen können, soweit wie möglich zu entfernen. In gemieteten Räumen oder auch in Geschäftsräumen ist das jedoch nicht so ohne weiteres möglich. Um dem entgegenzuwirken, empfehlen die Forscher mindestens eine Pflanze pro neun Quadratmeter. Die Pflanzen schaffen eine natürlich-frische Atmosphäre und sollen so für eine optimale luftreinigende Wirkung genutzt werden. Das bedeutet ungefähr zwei Pflanzen pro Raum. Dabei gilt: je größer die Pflanze (je mehr Biomasse), desto größer der Effekt. Die meisten Pflanzen stammen aus tropischen oder subtropischen Gebieten. Sie kommen auch mit wenig Sonnenlicht zurecht und gedeihen auch im Haus.
Goldfruchtpalme im Topf
Goldfruchtpalme - © iStockPhoto.com/jonathansloane
Die drei Arten von Grünpflanzen, bei denen Meattle diese Eigenschaften herausfand, sind die Goldfruchtpalme, der Bogenhanf und die Efeutute. Diese Pflanzen und weitere nehmen Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff ab. Sie erhöhen also den Sauerstoffgehalt der Raumluft, was schon allein für eine bessere Raumluftqualität führt. Außerdem reinigen sie die Luft und nehmen die dort vorkommenden Chemikalien auf.
Bogenhanf im Topf
Bogenhanf - © iStockPhoto.com/MichaKlootwijkPhotography
Die Goldfruchtpalme eignet sich besonders als Wohnzimmerpflanze, da sie vor allem tagsüber „arbeitet". Optimal wären vier schulterhohe Pflanzen pro Person. Was die Pflege angeht, sollten sie alle drei bis vier Monate nach draußen gestellt werden und die Blätter einmal wöchentlich abgewischt werden. Der Bogenhanf sollte idealerweise in Schlafräumen eingesetzt werden, weil diese Pflanze nachts vermehrt Kohlendioxid in Sauerstoff umwandelt. Sechs bis acht Pflanzen sollten pro Person eingesetzt werden. Die Efeutute, oder auch "The Special Plant", ist, genau wie der Bogenhanf, eine weit verbreitete Pflanze, die bevorzugt in Hydrokultur („Wasseranbau”) wächst. Diese spezielle Pflanze filtert flüchtige Chemikalien aus der Luft. Wenn du diese Pflanzen in deine Wohnung oder dein Büro einziehen lässt, verschönerst du nicht nur die Räume mit einer natürlich grünen Dekoration, sondern sorgst auch für eine chemikalienfreie, frische und sauerstoffreiche Luft.
Efeutute im Topf
Efeutute - © iStockPhoto.com/KonradKaminski
In dem Gebäude des Paharpur Business Centre und dem Software Technology Incubator Park in New Delhi wurden über 1.200 dieser Pflanzen auf 300 Mitarbeiter getestet. Laut einer Studie zeigt die Nutzung dieser Plfanzen eine Steigerung der menschlichen Produktivität von 20 % und auch die Energiekosten konnten um 15 % reduziert werden. Zudem liegt die Zahl der Fälle von Augenreizugen, Atemwegsproblemen, Kopfschmerzen, Einschränkung der Lungenfunktion und Asthma laut der Studie deutlich niedriger im Vergleich zu anderen Gebäuden. Durch das "anbauen" von frischer Luft in Innenräumen wird die Nutzung von Klimaanlagen, die in solchen Gebäuden benötigt werden, reduziert und trotzdem die Qualitätsstandarts für Raumluft in der Industrie eingehalten. Wenn du dir die Studie der NASA anschauen möchtest, klicke auf diese PDF-Datei (englisch). In diesem Video (deutsche Untertitel) erklärt Kamal Meattle, wie man seine eigene Frischluft erzeugen kann. Außerdem findest du auf Wikipedia eine Liste von luftreinigenden Pflanzen.    

Beitragsbild: © iStockPhoto.com/Viktor_Kitaykin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.